Deutschklassen: Neue SPÖ Tirol lehnt Ausgrenzung von Schülern ab

Lentsch: „Werden Kindern keine Steine in den Weg legen“

Der Begutachtungsentwurf zur Einführung von Deutschförderklassen stößt auf breite Kritik, auch von der neuen SPÖ Tirol. Der SPÖ-Bildungssprecher im Landtagsklub, Benedikt Lentsch, spricht gar von einer Segregation der Kinder: „Was den Schulen hier vom Bund vorgesetzt wird, ist ein Ausschluss von Schülerinnen und Schülern von der Teilnahme am Regelunterricht und ein Ausschluss vom Rest der Gruppe.“

Zudem verweist Lentsch auf zahlreiche Untersuchungen, die belegen, dass eine Trennung das Erlernen der Sprache nicht begünstigt, sondern erschwert. „Wir legen Kindern damit also auch noch zusätzliche Steine in den Weg. Da machen wir nicht mit“, so der Neo-Abgeordnete zum Tiroler Landtag.

Für Lentsch wisse jede Schule am besten, welcher Förderbedarf im konkreten Fall besteht und welche Art der Unterstützung am sinnvollsten ist. „Wir brauchen unseren Schulen nicht von oben herab zu diktieren, wie sie was zu machen haben. Unser Weg sind individuelle Förderprogramme im Sinne der Schulautonomie und ein Ausbau ganztägiger Schulformern mit verschränktem Unterricht. Wir wollen Orte des sozialen Lernens schaffen: Voneinander, miteinander und jedes Kind mit der individuellen Förderung, die es braucht. Dazu braucht es Mut und Frische, nicht eine Ausgrenzung von Kindern“, so der Bildungssprecher.

freudich

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