Hagsteiner: „Dürfen Kinder nicht länger im Regen stehen lassen“

Neue SPÖ Tirol kritisiert Fördersystem bei der Kinderbetreuung und Abwälzung auf die Gemeinden

Von „Stillstand im Land und Rückschritten im Bund“ spricht die Landtagsabgeordnete und Familiensprecherin der neuen SPÖ Tirol, Claudia Hagsteiner, in Bezug auf die mangelnde Förderung im Bereich der Kinderbetreuung. „Der Landesregierung sind Kinder scheinbar ungleich viel wert, abhängig vom jeweiligen Wohnort der Familie und von der jeweiligen Betreuungsgruppe, die besucht wird,“ nimmt Hagsteiner u.a. Bezug zu bekanntgewordenen Fällen in Tirol, wonach zwei Kinderbetreuungsgruppen im gleichen Gebäude unterschiedlich stark gefördert werden.

Die Familiensprecherin fordert daher eine umgehende Evaluierung des derzeitigen Fördersystems in Tirol und eine echte Kinderbetreuungs-Offensive des Landes. Doch nicht nur das Land sei hier säumig, sondern vor allem die mangelnde Unterstützung auf Bundesebene ist für Hagsteiner eine Farce. „Der Bund will nächstes Jahr nur lächerliche 1.000(!) Euro für den Ausbau der Kinderbetreuung ausgeben. Jede Gemeinde budgetiert mehr als der Bund!“

„Bund und Land lassen unsere Kinder im Regen stehen und schieben die Verantwortung auf die Familien und die Gemeinden ab, die ohnehin schon mit immer mehr Aufgaben an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Es geht hier um die Zukunftschancen und das Wohl unserer Kleinsten. Wir müssen endlich ins Tun kommen und optimale Rahmenbedingungen für Familien schaffen,“ fordert Hagsteiner Land und Bund zum Handeln auf. Die neue SPÖ Tirol sei jedenfalls bereit und werde sich hier voll und ganz einbringen.

Aktuell hat ein Kindergarten in Tirol durchschnittlich an 44 Tagen pro Jahr geschlossen, gut die Hälfte macht vor 15 Uhr zu. Die Betreuungsquote bei den unter-3-jährigen Kindern liegt bei gerade einmal 24,6%.

freudich

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